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Kolumbien.
Im
Juni erreichten uns gute Nachrichten und ein paar beeindruckende Bilder aus dem Kinderheim in Cali. Enrique (Projektbetreuer vor Ort) berichtete, dass ein Neubau fertig gestellt worden ist. Es handelt
sich um neue Schlafzimmer. Ein Toilettenbereich ist auch fertig und eine neue Baustelle wurde angefangen. Hier entsteht noch ein Klassenraum für die Hausaufgaben. Im August waren die Eheleute Kraus (
Unterstützer des „Projekts 100“ )nach Kolumbien gereist und haben die Möglichkeit genutzt mit Enrique zum Kinderheim zu fahren. Anbei ein Bericht von Herrn Kraus und einige Bilder von Ihm.
Vielen Dank dafür an die Eheleute Kraus. Zeigt es doch, dass die Gelder ankommen und richtig verwendet werden.
Vietnam
Wieder konnten wir die medizinische Situation verbessern und
einige Geräte anschaffen. Anfang des Jahres waren es 3 Pulsoxymeter (für die Sauerstoffsättigung im Blut zu messen). Im April wurden zusätzlich 60 Sensoren für diese Pulsoxymeter zur Verfügung gestellt .
Für das Krankenhaus in der Provinz Lai Chau ,( welches von uns seit gut 2 Jahren unterstützt wird u.a. durch den Kauf von Beatmungsgeräten) konnten wir 5 Phototherapiegeräte (zur Behandlung von
Gelbsucht) finanzieren und somit wieder viele Kinder retten und Behinderungen verhindern.
Bis Ende Juni 2009 war Isabella als Ergotherapeutin in Hanoi im Einsatz (und dies nun schon zum zweiten
Mal !!) . Seit August ist Herr Gehrmann vor Ort. Dies ist eine Premiere, endlich mal männliche Verstärkung. Herr Gehrmann ist Physiotherapeut und befand sich schon in Hanoi als er unser Projekt
kennen lernte und sich sofort dafür einsetzte und seine Hilfe anbot. Einige Anfragen für 2010 sind schon bei uns eingegangen und wir hoffen, dass wir Anfang 2010 wieder einige Ergotherapeuten
und Physiotherapeuten nach Hanoi schicken können.
Besonders erfreulich sind die vermehrt auftretenden Spenden anlässlich Geburtstage, Jubiläen und Hochzeiten. Auch in schweren Stunden bei
Todesfällen bekommen wir Zuwendungen.
Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre Spenden und Ihre Unterstützung.
Berichte und Bilder von Herrn Kraus
Cali 13. August
Er dachte ich wäre ein ´Gringo´ also Amerikaner. Als ich Enrique aber sagte ich wäre deutscher sagte er ´ach so ischt das´ und wir fuhren fort in (schwizer) deutsch. Enrique ist Schweizer Konsul,
Inhaber der Pension Stein in Cali und Schirmherr der Fundacion. Als ich Ihm sagte ich möchte die Kinder besuchen bot er sich sofort an uns zu fahren. Vormittags fuhren wir nach San Antonio, eines der
älteren Stadtteile von Cali. Dort befindet sich das Büro der Fundacion. Die Sekretärin hat uns herzlich willkommen geheißen und uns über den aktuellen Stand und Projekte informiert. Am Nachmittag sind
wir dann zum eigentlichen Kinderdorf gefahren. Enrique sagte dass man dafür ein anderes Auto bräuchte, nämlich mit Vierrandantrieb. Das Heim liegt etwa 20 Minuten von der Pension Stein entfernt in den
Hügeln Südwestlich von Cali. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt und genießt die Ruhe und die saubere Luft. Sofort als wir eintrafen kamen die Kinder und haben uns freudig begrüßt
und suchten den Kontakt... sowohl körperlich auch als verbal. Leider ist mein spanisch begrenzt und so konnte ich auf die Tausend Fragen die mir gestellt wurden nur begrenzt antworten - Was die
Kinder natürlich nicht abhielt weitere Tausend Fragen zu stellen. Ich suchte immer nach meiner Frau die übersetzten sollte. Nur waren wir beide in Trauben von Kindern eingehüllt, was eine eigenständige
Navigation unmöglich machte. Nach kurzer Zeit fand ich mich im Schlafsaal wieder auf einem Bett sitzend, der Dorfhund Rasputin wurde mir vorgestellt und weitere Fragen prasselten auf mich ein. Mit Händen
und Füßen gelang es mir mich irgendwie zu verständigen. Da Sommerferien waren, befand sich nur etwa die Hälfte der Kinder im Dorf. Olivia, eine der zwei Nonnen sagte uns es wären zur Zeit so um die 70
Kinder die sich in der Obhut der Fundacion befänden. Sie sagte auch es werden bald noch zwei Priester hinzukommen, die die Nonnen unterstützen sollen. Aktuell wird eine Werkstatt errichtet, die sich noch
im Rohbau befindet da die finanziellen Mittel für den Weiterbau noch fehlen. Weiter ging es dann in der Kindertraube in den Gemeinschaftsaal, wo ich auch meine Frau wiederfand und zu meinem entzücken ein
großes Regal mit Büchern vorfand. Weiter ging es dann in die Küche. Man kann sich denken daß es keine leichte Aufgabe ist 70 Kinder zu verpflegen. Die Kinder helfen natürlich mit, decken den Tisch,
spülen ab. Trotzdem.. Respekt!
Die Kinder haben eine sehr angenehme Art. Freundlich, fröhlich und respektvoll... nach dem Motto leben und leben lassen. In den wenigen Stunden die wir vor Ort waren habe ich keinen Streit oder Eifersucht erlebt. Selbst als ich meine Kamera gezückt habe - klar jeder wollte mal ein Foto schießen - gab es kein Ich Ich Ich. Die Zeit ging so schnell vorbei und Enrique drang zum Aufbruch das es dunkel wurde und der Weg im Dunkeln nicht der sicherste ist. Nach einem abschließenden Gruppenfoto verabschiedeten wir uns. Innerlich tat es mir leid nicht schon früher den Besuch angetreten zu haben denn ich habe mich sehr wohl gefühlt in der Gemeinschaft der Kinder. Ich möchte sagen daß es mit das schönste Erlebnis meines Kolumbien Aufenthaltes war. Und mit eigenen Augen zu sehen, wofür man spendet, stellt einen zufrieden.
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